Wie wollen wir kämpfen?

Eine Reaktion auf ‘Wichtig ist massenhaft widerständiges Leben’ aus der Gai Dao Nr. 60 (12/2015)

Vor etwa zwei Monaten ist in der Gaidao ein Text mit dem Titel “Wichtig ist massenhaft widerständiges Leben” erschienen, auf den wir an dieser Stelle reagieren wollen. Dabei geht es uns darum die grundlegende Stoßrichtung des Textes aufzugreifen – die Diskussion über mögliche Strategien anarchistischer Aktivitäten -, um so eventuelle eine Debatte und Diskussion anzustoßen, die unserer Meinung nach seit langem überfällig ist.

Wir teilen die Einschätzung, dass derzeit das Potential für eine verstärkte Politisierung gelegt ist – Pegida, die Ankunft von Geflüchteten, das Spardiktat gegen Griechenland, Streiks der GEW oder bei der Post uvm. sind Themen, die in letzter Zeit Diskussionen weit über kleine Aktionskreise hinaus entfacht haben und zu denen sich große Teile der Bevölkerung mehr oder weniger eine Position gebildet haben oder gerade bilden wollen. Die Stoßrichtung des Textes ist damit überaus begrüßenswert, wird doch die Strategiefrage gerade im größeren Kontext immer etwas vernachlässigt. Die Stärke einer anarchistischer Bewegung ist schließlich ihre Vielseitigkeit und Offenheit auch bei strategischen Entscheidungen; gleichzeitig scheint diese Offenheit im schlechtesten Fall so verstanden zu werden, dass sich über Strategiefragen auch nicht mehr ausgetauscht werden muss. Die Frage nach dem (Un-)Sinn von Gewalt wird zur moralischen Grundsatzdiskussion; die offensichtliche Differenz und Spannung zwischen einer anarchosyndikalistischen Position und CrimethInc. wird achselzuckend übersehen, obwohl gerade der Austausch auch zu neuen Formen führen könnte. Die Frage “Wie wollen wir leben?”, die in letzter Zeit oft rhetorisch gestellt wird, kann nicht getrennt werden, von der Frage “Wie wollen wir da hin kommen?”. Die behauptete Identität von Mittel und Ziel, wie sie für anarchistische Positionen oft als kennzeichnend angesehen wird, verweist bereits grundlegend auf die Strategiefrage. Die Gefahr besteht nur darin, dem Kurzschluss zu verfallen, dass das gleichbleibende Ziel eine herrschaftsfreie Gesellschaft ist und damit alles über die Mittel gesagt ist. Gleichzeitig dient vorgestelltes gleichbleibendes Ziel häufig der Ignoranz gegenüber den eigenen Umständen der derzeitigen Existenz in bestehender Gesellschaft. Da sich selbige häufig schlecht im Bezug auf eine Einheit von Zweck und Mittel denken lassen, werden sie ignoriert und Wideständigkeit wird kurzerhand auf ein Feld übertragen, dass sich außerhalb der bestehenden Verhältnisse sieht.
Doch das Ziel ist auch die Überwindung der bestehenden Verhältnisse und diese ändern sich beständig – wenigstens deshalb müssten unsere Mittel sich auch permanent ändern, während sie aber tatsächlich seit Jahrzehnten in Demonstrationen, Vorträgen und konspirativen Kleingruppen stagnieren. Wir wollen deshalb den Impuls des Artikels aufgreifen und uns an einer potentiellen Strategiediskussion beteiligen. Dafür legen wir im folgenden dar, warum wir es für wichtig erachten, dass diese Strategiediskussion nicht nur in kleinen Kreisen stattfindet, sondern auch mit Blick auf so etwas wie eine anarchistische Bewegung; daran anschließend und daraus resultierend soll gezeigt werden, warum die vorgeschlagenen Aktionen der Kommunikationsguerilla für uns zu wenig sind, um zum Schluss Fragen in den Raum zu stellen, die wir bezüglich einer eventuellen weiteren Diskussion für fruchtbar halten.

Individuum und Gesellschaft

Wenn das Ziel zum Teil aus der Überwindung der bestehenden Verhältnisse besteht, dann steht unserer Meinung nach am Anfang jeder Strategiediskussion die Frage nach dem Zustand, auf den diese Strategie angewendet werden soll. Dass diese nicht im luftleeren Raum entwickelt wird, erscheint uns eine zentrale Forderung an jeden Strategievorschlag zu sein. Sie sollte also an die konkreten Bedingungen angeschlossen werden, in denen sie diskutiert wird. Unserer Meinung nach ist die Analyse der Situation die Voraussetzung für eine Strategie. Kurz: Boote als Strategie der Fortbewegung eignen sich nur da, wo auch Wasser ist, sonst liegen sie auf dem Trockenen und bewegen sich keinen Millimeter in die Richtung ihres Ziels. (Es seidenn wir wechseln die Strategie und tragen die Boote…) Das bedeutet andererseits für die schon oben angesprochene Einheit von Mittel und Zweck, dass die eigene Bedingtheit der Vorstellungskraft gesehen werden muss. Wir glauben also nicht, dass es 1. möglich ist, sich diese herrschaftsfreie Gesellschaft in Gänze vorstellen zu können und 2. ist für uns damit ein Verständnis über das eigene Handeln in reiner Zweck-Mittel-Einheit obsolet. Eine Diskussion um Strategie muss also aus einer Analyse der Gegenwart entstehen und gleichzeitig das Kunststück wagen einer teilweise imaginierten herrschaftsfreien Gesellschaft gerecht zu werden oder zumindest auf sie zu verweisen.
Doch in welcher Situation befinden wir uns gerade und wie lassen sich die Unterdrückungsverhältnisse beschreiben? Schon innerhalb einer politökonomischen kritischen Diskussion, die häufig Beschreibungen anderer Herrschaftsverhältnisse wie sexistisch und rassistisch ausklammert, gibt es keine Einigkeit. Ist die Situation als kapitalistisch, neoliberal oder postfordistisch zu beschreiben? Wird versucht alle Unterdrückungsverhältnisse, die die aktuelle gesellschaftlliche Diskusson prägen, zusammen zu denken, ohne sie gegeneinander aufzurechnen, wird eine Einigung auf gemeinsames Handeln noch viel problematischer. Die Zerwürfnisse der Linken sprechen davon. Wir glauben nicht, dass es darum geht, grundlegend dieselbe Analyse zu haben, aber wir plädieren dafür, dass darüber diskutiert werden sollte, wie bestimmte Strategien zu aktuellen Situationen und Verhältnissen passen.
Doch wenn wir uns als Anarchist*innen betrachten, dann darf es nicht nur allein um eine angemessene Strategie gehen, sondern die Suche nach Möglichkeiten der Veränderung ist unseres Erachtens wesentlich durch zwei Kriterien bestimmt, welche wir der anarchistischen Idee zu Grunde legen wollen. Dies ist einmal, dass es sich immer um gesellschaftliche Verhältnisse handelt, in denen wir interagieren und dass das Ziel eine bewusste Gestaltung dieser ist – kurz: die Selbstbestimmung. Diese aber gibt es nicht rein individuell, wie es der Neoliberalismus glauben machen möchte, sondern sie ist mit gesellschaftlicher Selbstbetimmung und Freiheit verbunden. Bakunin brachte das im Text “Die Commune von Paris und der Staatsbegriff” sehr schön auf den Punkt:
“Wir sind der Überzeugung, daß die ganze reiche geistige, moralische und materielle Entwicklung des Menschen sowie seine anscheinende Unabhängigkeit, daß das alles Produkte des Lebens in der Gesellschaft sind. Außerhalb der Gesellschaft wäre der Mensch nicht nur nicht frei, sondern er wäre nicht einmal zum Menschen geworden, d. h. zu einem Wesen, das ein eigenes Bewußtsein besitzt, fühlt, denkt und spricht.” (Bakunin1 1872)
Menschen entstehen also erst aus gesellschaftlichen Verhältnissen und sind somit in einem sozialen Kontext zu verorten, der prinzipiell über uns als Individuen hinausweist. Insofern kann die individuelle Freiheit nicht gegen die gesellschaftliche verwirklicht werden, sondern nur mit ihr. Anknüpfend an Mühsam würden wir deshalb behaupten, dass niemand frei ist, solange es nicht alle sind. Freiheit als gesellschaftlichen Zustand zu begreifen, grenzt den Anarchismus deutlich von wirtschaftsliberalen Vorstellungen ab und zeigt gleichzeitig seine Nähe zu kommunistischen Ideen. Den Einzelnen jedoch nicht einer behaupteten Allgemeinheit unterzuordnen, sondern sich dem potentiellen Widerspruch von Individuum und Gemeinschaft offenzuhalten und sich bewusst zu machen, das ist es, was den Anarchismus von autoritären Ausprägungen des Kommunismus unterscheidet. Jedoch soll es an dieser Stelle nicht ausführlicher um die Differenz von Anarchismus und Kommunismus gehen, sondern nur so viel gesagt sein: vielleicht hätte das Aushalten und Austragen der Spannungen zwischen Anarchismus und Kommunismus in der Ersten Internationalen manchen Fehler erspart.
Doch zurück zur Frage der Strategie und damit auch zum Text “Massenhaft widerständiges Leben”. Welches Bild habt ihr vor Augen, wenn ihr an eine Masse denkt? Zumindest uns erscheint ein loser Haufen einzelner Menschen auf einem großen Platz, in einer Straße; eine irgendwie zusammengehörende, aber doch nicht fest miteinander verbundene Ansammlung von Individuen. Der Masse kann sich in jedem Augenblick entzogen werden und sie besteht nur so lange wie sie ein gemeinsamer Anlass zusammenbringt. Der “Verein von Einzelnen” (Stirner) scheint dieses Bild zu repräsentieren.2 Darin sehen wir die individuelle Freiheit auf einem scheinbaren Maximum – doch ist sie das wirklich? Betrachten wir das Bakunin-Zitat erneut, so wird deutlich, dass bestimmte menschliche Freiheit allein überhaupt nicht möglich gewesen wären (z.B. zu fliegen, schnell zu reisen, diesen Text an einem Computer zu schreiben). Sprache und Denken als innerer Dialog, welche beidde wesentlich auf ein Anderes gerichtet sind, wären nicht entstanden und uns würde überhaupt die Fähigkeit fehlen, über Freiheit nachzudenken. Individuelle Freiheit kann somit nicht ohne die gesellschaftliche Freiheit verstanden werden.
Aktivismus, der dies vernachlässigt und seine eigene Freiheit absolut setzt, läuft Gefahr der liberalen Ideologie der autonomen Marktteilnehmer*innen das Wort zu reden. Denn wenn sich jede*r als unabhängig von der Gesellschaft und damit ihr äußerlich betrachtet, dann kann diese nur als Beschränkung der eigenen Freiheit aufgefasst werden. Vielmehr sollte darauf reflektiert werden, was die Voraussetzungen der eigenen Lebensweisen sind; so wird deutlich, dass individuelle Lösungen keine langfristige herrschaftsfreie Perspektive bieten. Diese liegt unserer Meinung nach in einer möglichst vollständigen kollektiven Organisation der Lebensgrundlagen. Dabei wollen wir zu bedenken geben, dass allerdings auch Kollektive schnell in einen schlechten Isolationismus verfallen können. Verwiesen sei dabei auf vermeintlich autonome Kommunen, in denen Austeiger*innen sich als der Gesellschaft enthoben betrachten; verwiesen sei auch auf autonome Wohnprojekte, die sich in bisher wenig gentrifizierte Stadtgebiete begeben und sich als Insel im feindlichen Viertel betrachten. Soll der Anarchismus aber nicht zu einer Angelegenheit werden, die Menschen sich leisten können müssen, dann muss es darum gehen Möglichkeiten auszuweiten und somit kollektive Selbstbestimmung zu fördern. Weil also unserer Meinung nach Freiheit nur im Wechselverhältnis von gesellschaftlicher und individueller Freiheit denkbar ist, halten wir es für unumgänglich, dass der Aktivismus stets über die bestehenden aktive Einheit hinausweisen muss – über das Individuum, über die Kleingruppe, über die Kommune. Wir reden der Kritik an bloßer Selbstbestätigung in „Wichtig ist massenhaft widerständiges Leben“ hiermit also das Wort. Wir wollen aber gleichermaßen anmerken, dass alle angesprochenen Aktionen sich lediglich auf das Bewusstsein anderer Menschen beziehen. Tendenziell vernachlässigt sehen wir damit die Reflektion über die eigene Einbettung in bestehende gesesellschaftliche Strukturen.
Dies ist für uns auch der Grund, warum wir eine Strategiediskussion allein in Kleingruppen für nicht zielführend halten, weil sie tendenziell dazu führt, die gesellschaftliche Bedingtheit und den eigenen Kontext zu vernachlässigen. Wie ausgeführt erachten wir es aber als Kennzeichen des Anarchismus die gesellschaftliche Bedingtheit der individuellen Freiheit mitzudenken und somit wäre die Debatte, um eine angemessene Strategie unserer Meinung nach auch im größeren Kontext zu führen, beispielsweise einer anarchistischen Bewegung. Um nicht falsch verstanden zu werden, wollen wir an dieser Stelle betonen, dass damit nicht gemeint ist, dass am Ende alle dieselbe Strategie verfolgen müssen – eine Diskussion führen, bedeutet für uns zunächst die unterschiedlichen Standpunkte darlegen und begründen.

Allein machen sie dich ein…

Vielleicht wurde durch den vorhergehenden Abschnitt bereits deutlich, weshalb wir mit dem Text “Wichtig ist massenhaft widerständiges Leben” mehrere Probleme haben. Zusammengefasst können wir diese folgendermaßen bennenen: er postuliert unserer Meinung nach ein rein autonomes Handeln und verdeckt damit aktiv die Bedingungen, auf denen dieses maßgeblich beruht. Dies macht sich bereits in der Analyse gegenwärtiger Gruppenprozesse deutlich: So wird behauptet, dass sich Aktivist*innen vor allem deshalb zurückziehen, weil die Aktionen zunehmend der Selbstbespaßung und Selbstdarstellung dienen. Dem stimmen wir zum Teil zu; wollen aber hinzufügen, dass unserer politischen Erfahrung nach ein nicht unerheblicher Teil der Aktivitäten auch zurückgeht, weil Menschen lohnarbeiten oder reproduktiv arbeiten müssen. Das bedeutet politischer (und nebenbei bemerkt auch künstlerischer) Aktivismus wird zu einem Zeitvertreib, den Menschen sich leisten können müssen. Das heißt nicht, dass wir uns jetzt schuldig fühlen müssen für ein vermeintliches Privileg, das wir haben, sondern wir müssen uns fragen, wie können wir das einerseits ändern und andererseits wie können wir das unter den gegenwärtigen Verhältnissen?
Diese Frage wollen wir bereits an dieser Stelle als eine zentral für die weitere Diskussion festhalten, ohne uns im Text aber ihrer Beantwortung zu widmen. Bevor wir auf weitere Fragen eingehen, soll noch ein zweiter Aspekt des Textes in ein kritisches Licht gerückt werden. Denn auch die vorgeschlagenen Aktionen scheinen lediglich auf sehr konkrete gesellschaftliche Situationen zu fokussieren, nicht aber auf einen breiteren Kontext, in dem sie unserer Meinung nach aber verortet werden müssen. Weil die Institutionen der Polizei oder des Arbeitsamtes eben nicht erst in einer bestimmten Situation entstehen, ist es auch nicht ausreichend sie stets nur in diesen konkreten Situationen mit Kritik zu konfrontieren. Vielmehr liegt in der fortlaufenden spontanen Auseinandersetzung mit ihnen die Gefahr, sie zu bestätigen und damit zu ihrem Erhalt beizutragen. Nirgends ist das unserer Meinung nach so offensichtlich wie bei der Institution der Polizei. Ein isolierter Angriff auf diese, läuft Gefahr das Gefühl der Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung zu verstärken und somit den Ruf nach mehr Überwachung zu befeuern. Deshalb ist ein solcher Angriff nicht grundlegend abzulehen, aber die Konsequenzen sollten sich bewusst gemacht werden. Um die Institution der Polizei aus dem eigenen Kiez zu bekommen, sollte zusätzlich aber danach gefragt werden, warum es das Gefühl der Sicherheit braucht und wie dieses Bedürfnis vielleicht auch auf herrschaftsfreieren Wegen befriedigt werden könnte. (Vorher sollte natürlich auch reflektiert werden, ob es überhaupt dieses Gefühl der Sicherheit ist, was Menschen die Gewalt ablehnen lässt.)
Somit bietet der von uns kritisierte Text vielleicht einen interessanten Überblick über mögliche Aktionsformen, schafft es unserer Meinung nach aber nicht, diese in ihrem spezifischen Kontext zu verorten. Damit besteht die Gefahr entweder wirkungslos zu bleiben oder im schlechtesten Fall sogar kontraproduktiv zu sein. Gleichzeitig reflektiert er nicht auf seine eigenen Voraussetzungen und ist geneigt alle jene auszuschließen, die nicht spontan konfrontativ sein können oder wollen. Das heißt, dass widerständige Leben wird auf eine rein individuelle Entscheidung reduziert, was schließlich seine Einreihung ins neoliberale Angebot problemlos möglich macht: neben der Karriere im Management, können wir uns alternativ also auch als Aktivist*innen selbst verwirklichen (und hoffentlich auch vermarkten). Das heißt, allein zu agieren ist nicht nur aufgrund der Erfolgschancen fragwürdig, sondern zusätzlich auch geneigt eben jenes Bild nachzuzeichnen, in dem der*die Held*in allein gegen den Rest der Welt kämpft – und das wäre eben jene Vorstellung der Verwirklichung der individuellen Freiheit gegen die gesellschaftliche.

…und den Kopf voller Fragen.

Dieser Text versteht sich als Anfang einer potentiellen Diskussion. Deswegen haben wir vieles nur anschneiden können; vieles haben wir ganz weggelassen. Nichtdestotrotz hoffen wir unsere Kritik deutlich gemacht zu haben, um vielleicht so das Feld zu öffnen, für weitere Positionen und einen Austausch darüber. In dessen Verlauf halten wir die folgenden Fragen für zentral und verstehen deren Einbringen als Vorschlag für eine Struktur innerhalb der Debatte – auch wenn die einzelnen Aspekte natürlich nicht klar voneinander zu trennen sind:

  • Welche Phänomene stehen einer herrschaftsfreien Gesellschaft im Weg? Und wie sind diese strukturiert; wie treten sie uns entgegen; was sind ihre Wirkungsmechanismen? Und wie hängen sie zusammen?
  • Was heißt ‘politischer Aktivismus’ und auf welchen Bedingungen baut er auf? Ist er ein Privileg und wenn ja wie kann dieses ausgeweitet werden? (Wir glauben, dass ein Privileg selten dadurch abgeschafft wird, dass wir es uns verweigern, sondern dass andere es sich nehmen; zu fragen wäre danach, wie dabei unterstützt werden kann.)
  • Welche Schritte gilt es zu nehmen, um ein selbstbestimmtes und herrschaftsfreies Leben zu verwirklichen?
  • Und ganz nebenbei: was heißt ‘selbstbestimmt’ und ‘herrschaftsfrei’ eigentlich?

In diesem Sinne hoffen wir von euch zu hören!

Fußnoten:

1) abrufbar unter https://www.anarchismus.at/anarchistische-klassiker/michail-bakunin/18-bakunin-die-commune-von-paris-und-der-staatsbegriff

2) Um Missverständnissen vorzubeugen, soll an dieser Stelle eingeräumt sein, dass wir uns bewusst sind, dass auch Stirner vielschichter zu lesen ist, als wir dies hier nahelegen. Da er vielen aber als Vertreter eines Individualanarchismus im schlechten – nämlich wirklich rein liberalen – Sinne ein Begriff ist, wollten wir hier den Bezug herstellen.

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